im

am 22. juli 2007 wurde nicky, 19, opfer sinnloser jugendgewalt.

spiegel

wir alle können opfer, täter, zeuge werden.

der

schauen wir deshalb nicht weg, sondern noch besser hin.

gesellschaft

damit nicky nicht umsonst starb.

Fassungslos und traurig. Vermissen und verzweifelt sein. Nicht begreifen und nicht verstehen können. Unbeschreibliche Gefühle überströmen eine Mutter, wenn sie ihren Sohn verliert. Wer Nicky kannte, liebte ihn, hatte in gern. Weshalb musste er gehen?

Nicky, Du bist mir so nah und trotzdem zu weit weg. Ich trauere. Aber ich bin nicht traurig. Weil ich weiss, dass Du in diesem Projekt weiterlebst. Weil ich weiss, dass es Dir gut geht. Und weil ich dankbar bin, dass ich einen solch wundervollen Sohn in meinem Leben haben durfte.

Nicky hat eine Botschaft hinterlassen. Ich habe sein Zeichen verstanden. Daraus haben wir eine Plattform entwickelt, die sich gegen Jugendgewalt engagiert. Ich setze mich mit allem, was ich habe, dafür ein. Nicky gibt mir die Kraft dazu.

Gewalt ist ein Spiegel unserer Gesellschaft. Ein Spiegel in dem wir uns selber entdecken können. Als Täter, als Opfer, als Zeuge einer Gewalttat. Schauen wir nicht weg, sondern genauer hin und sehen uns als Mitverantwortliche. Aber auch als Menschen, die etwas bewegen können.

Dieses Projekt ist der erste Schritt zu einem umfassenden Prozess, der sich stetig weiterentwickeln möge. Für Menschen, die etwas gegen Gewalt tun wollen. Für Betroffene, für potenziell Gewaltbereite und für alle, die ein nächstes Mal nicht wegschauen wollen. Damit Nicky nicht umsonst starb.

Nicky, Du fehlst mir!

Dein Mami